Mehr Lokalität wagen: Kommunale digitale Demokratiearbeit am Beispiel von @ueberhausen

Mehr Lokalität wagen: Kommunale digitale Demokratiearbeit am Beispiel von @ueberhausen

Hanna Klimpe , Regina Leenders

09.10.2026 13:30–14:00
English
Lightning Talk
Politics & Society
#Content Creators #Demokratie #Plattformen #Populismus
Digitale Debatten belohnen Viralität, aber Vertrauen in Demokratie entscheidet sich oft vor Ort. Studien zeigen: Kommunal ist nur die AfD flächendeckend aktiv. Dabei lässt sich Social Media kreativ und bürgernah mit lokaler Arbeit verbinden, wenn Resonanz statt Reichweite im Mittelpunkt steht.

In digitalen Debatten, in denen Reichweite die entscheidende Währung ist, wird unterschätzt, wie stark das Vertrauen in Demokratie auf kommunaler Ebene entschieden wird: Wie hoch die KiTa-Gebühren sind, wie sauber es in der Innenstadt ist, wie zuverlässig der Bus fährt. Diverse Studien belegen, dass auf kommunaler Ebene nur die AfD flächendeckend aktiv ist und lokale Probleme adressiert. 

Kommunalpolitik hat kein hohes Reichweitenpotenzial, dafür können Social Media und politische Arbeit vor Ort viel leichter miteinander verknüpft werden. Das erlaubt neue, kreative Wege der digitalen Demokratiearbeit. Dies führen die SPD-Mitglieder Regina Leenders, Schauspielerin am Theater Oberhausen, und Hanna Klimpe, Professorin für Social Media an der HAW Hamburg und gebürtige Oberhausenerin, am aktuellen Forschungsstand zur politischen Social-Media-Kommunikation auf Kommunalebene sowie ihrem Instagram-Account @ueberhausen aus, der über die Kommunalwahl hinaus bereits erste Erfolge damit verzeichnen konnte, Bürger*innen und Politikvermittlung, und nicht Parteiarbeit in den Mittelpunkt zu stellen.