4,8 Sterne, my ass! Warum wir Google Maps nicht mehr trauen

4,8 Sterne, my ass! Warum wir Google Maps nicht mehr trauen

Torsten Kleinz , Markus Böhm

10.10.2026 16:00–16:30
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Lightning Talk
Politics & Society
#Netzkultur #Plattformen #Recht #Zivilgesellschaft
Jeder kennt es: Wenn wir in einer fremden Stadt essen gehen wollen, schauen wir als Erstes bei Google Maps. Doch viele Unternehmen schönen ihre Sterne-Bewertungen, trotz Gegenmaßnahmen von Google. Was bedeutet das Bewertungschaos für unseren Appetit, für das Netz und die Zukunft? Ein Realitycheck.

Kaum ein Angebot verknüpft physische Welt und Internet wie Google Maps. Viele sind ohne die App fast orientierungslos, und wer auf dieser Plattform nicht existiert, ist für viele potenzielle Kundinnen und Kunden unsichtbar.

Folge der Quasi-Monopolisierung: Die Google-Sterne sind für den größten Teil der Gastronomie wichtiger als andere Sterne. Denn sie haben den Anstrich eines demokratischen Votums.

Es kam, wie es kommen musste: Anwälte und Spezialagenturen haben die Bewertungen zum Geschäft gemacht, schlechte Bewertungen werden massenhaft gelöscht – auch wegen eines Urteils des Bundesgerichtshofs. Folge ist eine Sterne-Inflation, die uns manchmal ratlos zurücklässt.

Nun hat Google endlich umgesteuert und hat Löschungen transparent gemacht. Wir haben recherchiert: Was verraten die inzwischen öffentlichen Daten? Wie ändert sich die Plattform? Und: Wie schlimm schmeckt es in einem der am schlechtesten bewerteten Restaurants in Düsseldorf?