Leave Kylie Jenner Alone! Was Meta über Frauen* in der Tech-Branche falsch versteht

Leave Kylie Jenner Alone! Was Meta über Frauen* in der Tech-Branche falsch versteht

Anna Lisa Liedtke

09.10.2026 17:45–18:15
English
Lightning Talk
Media & Culture
#Diversität & Inklusion #Feminismus #Technologie #Teilhabe & Zugang
Die Werbekampagne für Metas AI-Brillen mit Kylie Jenner ist mehr als nur Marketing – sie
zeigt, wie Big Tech-Unternehmen die weibliche Identität missverstehen.

Wir untersuchen, warum Repräsentation und Identifikation wichtig sind, wie Geschlechterstereotypen beeinflussen, wer sich in der Tech-Branche willkommen fühlt, und warum sich dies letztendlich auf die digitale Zukunft auswirkt, die wir alle gemeinsam gestalten sollten.

Warum sehen so viele Mädchen* Technologie schon lange vor ihrer Berufswahl nicht mehr als „etwas für sie“ an? Und warum glauben Big-Tech-Unternehmen immer noch, dass es ausreicht, einfach nur rosa Designelemente hinzuzufügen oder Kooperationen mit Prominenten einzugehen, um Technologie für Frauen* attraktiv zu machen?

Ausgehend von der Zusammenarbeit zwischen Meta und Kylie Jenner untersuchen wir, wie die Feminisierung von Technologie oft auf Marketing reduziert wird, anstatt eine sinnvolle Repräsentation zu gewährleisten. Wir argumentieren, dass Identifikation – und nicht oberflächliches Branding – einer der stärksten Treiber für die Teilhabe an der digitalen Kultur ist.

Auf der Grundlage von Forschungsergebnissen aus den Bereichen Gender Studies, Design und Medientheorie sowie unserer eigenen Arbeit an der Schnittstelle von Technologie und Kommunikation diskutieren wir, wie Stereotypen digitale Identitäten ab der Adoleszenz prägen und damit die Geschlechterkluft in der Tech-Branche verstärken.

Die Folgen gehen weit über Einstellungszahlen hinaus: Sie beeinflussen, wer sich selbst als Innovator sieht, wer KI-Systeme entwickelt und letztlich, wessen Perspektiven unsere digitale Zukunft prägen.

Anstatt einfach nur die Big Tech-Unternehmen zu kritisieren, wollen wir diskutieren, wie echte Inklusion aussieht – und wie Unternehmen, Pädagog*innen, Designer*innen und Medien Räume schaffen können, in denen sich mehr Menschen wirklich mit Technologie identifizieren können.