Weich sein als Widerstand - Körper zwischen Kapitalismus und Kontrolle
Kaum etwas ist so persönlich und zugleich so politisch wie der eigene Körper. Wir sollen ihn ständig beobachten, kontrollieren, verändern und verbessern. Schlanker, fitter, gesünder, jünger, definierter, aber bitte trotzdem entspannt, selbstbewusst und „natürlich“.
Aber was passiert, wenn Körper weicher werden - und bleiben dürfen? Wenn Nicht-Optimierung nicht als Aufgeben gilt, sondern als Freiheit? Und wenn wir aufhören, einem Ideal hinterherzulaufen, das vor allem anderen nutzt? Die bloße Existenz eines nicht dünnen, nicht optimierten Körpers ist eine Form der Rebellion gegen all das, was uns erzählt wird, was wir sein sollen und wie wir auszusehen haben.
In diesem Vortrag geht es um Körpernormen, Leistungsdruck und die Frage, warum wir glauben, immer etwas aus uns machen zu müssen. Eine Stunde über den Mut, weich zu sein, den eigenen Körper nicht als Dauerprojekt zu behandeln - und darüber, dass wir nichts müssen, außer wir wollen es wirklich.
Die Soziologin und Podcasterin Sammy, besser bekannt als sammagehtsnochjunge, spricht eine Stunde lang über die Glaubenssätze, die uns einreden, unser Körper sei nie richtig: nicht schlank genug, nicht fit genug, nicht diszipliniert genug. Mit Charme, Witz und strukturellen Beobachtungen nimmt sie euch mit durch Körpernormen, Leistungsdruck und die Frage, wem unsere Selbstoptimierung eigentlich nützt. Damit ihr nach dieser Stunde vielleicht vor dem Spiegel steht und denkt: Das ist doch alles gar nicht so schlecht hier.